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Milchproduktion fördert Klimawandel

BeitragVerfasst: Mo 21. Sep 2009, 10:22
von amsel
Die Tierschutzorganisation Peta wirft dem Deutschen Bauernverband verantwortungsloses Handeln vor. Mehr im folgenden Beitrag der PETA:

Weder die Landwirtschafts- und Tierproduktionsbranche noch der Deutsche Bauernverein (DBV), als mächtige Standesorganisation des agrarindustriellen Komplexes, scheinen über eine nachhaltige Politik nachzudenken. Rufe nach einer Produktionssteigerung von Milchprodukten, sogar an die EU gerichtet, ignorieren völlig deren klimaschädlichen Aspekt. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. spricht in diesem Zusammenhang von einem klimapolitischen „Super-Gau“ und wirft dem DBV verantwortungsloses Handeln vor.

„Alle ernstzunehmenden Wissenschaftler fordern derzeit aufgrund des bevorstehenden Klimakollapses eine Reduktion von tierischen Produkten“, kommentiert Dr. sc. agr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Berater von PETA. „Doch die Reaktion des DBV? Noch am Mittwoch verkündete Vizepräsident Möllers, überzogene Vorschriften im Umweltschutz abzulehnen!“ Tierschützer Dr. Haferbeck begrüßt, dass die Verbraucher sich trotz DBV-Propaganda immer mehr von klimaschädlichen tierischen Produkten abwenden. Ein 5-prozentiger Rückgang in der Nachfrage nach Milchprodukten sei aktuell erfolgt, unter anderem begründet durch die Mehrverwendung von alternativen pflanzlichen Produkten.

Laut PETA erfolgt die Milchproduktion auf Kosten der Ökologie, des Klimas, der Tiere und auch der Gesundheit. Mitfühlende Menschen seien zudem von den alltäglichen Tierquälereien in der konventionellen Tierproduktion schockiert: „Gewalt gegen leidensfähige Mitgeschöpfe, wie sie vom DBV befürwortet wird, kann niemals gut sein. Das sagt bereits der gesunde Menschenverstand“, so Dr. Haferbeck. Ein von PETA angestrengtes Petitionsverfahren soll korrigieren, dass die Bundesregierung Milchprodukte mit dem verminderten Steuersatz von 7 Prozent subventioniert.


Wie ist eure Meinung dazu? Ich verstehe die Milchpolitik Deutschlands und der EU immer weniger. Einerseits höhere Preise, andererseits dann aber eine festgelegte Milchquote. Wo bleibt da die freie Marktwirtschaft. Haben wir nicht mittlerweile im landwirtschaftlichen Bereich eine Planwirtschaft in einem sonst marktwirtschaftlichen System? Wie lange kann so was gut gehen? Und das alles mal abgesehen von den ökologischen und ethischen Gesichtspunkten.