Hanfanbau

Hanfanbau

Beitragvon Dirk » Di 26. Mai 2009, 12:52

Moin in die Runde,

ich bin zufällig auf dieses Forum gestoßen. Vorab eine kurze Info zu mir, ich bin kein Landwirt und habe auch keine familiären Beziehungen zur Landwirtschaft, deshalb stelle ich hier meine Fragen, weil ich denke das ich hier qualifizierte Antworten finde.

Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit der Pflanze Hanf, Nutzhanf versteht sich. Es gibt in der EU mehr als 20 zugelassene Sorten die angebaut werden dürfen. Auf der Suche im Netz nach aktuellen Anbauflächen kann ich nur Zahlen aus dem Jahr 2003 finden.

Nach meinen Recherchen ist Hanf eine sehr vielseitige Pflanze, die 1. wahnsinnig schnell wächst (bis zu 4 Meter in 100 Tagen), 2. wenig bis keine Pestizide beim Anbau benötigt und 3. vom Stengel bis zum Blatt vollständig verarbeitet werden kann (Textilien, Hanfpaletts, Seile, Dämmstoffe, uvm)

Meine Fragen an die Landwirte:
1) Was haltet ihr von der Pflanze Hanf, sowohl aus betriebsökonomischer Sicht, wie auch aus ökologischer Perspektive?
2) Welche Hindernisse stehen einem Großflächigen Anbau von Hanf im Weg? Sind es die Lobbys der Chemie und Kunststoffindustrien die sich gegen das Naturprodukt stämmen?


Ich freue mich auf Antworten, danke.

Gruß aus Oldenburg

Dirk
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Re: Hanfanbau

Beitragvon Agropyron » Di 26. Mai 2009, 15:11

Hallo Dirk,

bin zwar kein praktizierender Landwirt, aber einige Infos zum Thema "Hanf" und seiner Anbaufläche findest du hier: http://209.85.129.132/search?q=cache:vE ... clnk&gl=de

Auch der Hanfverband hält jede Menge an Informtionen bereit: http://hanfverband.de/themen/warum_hanf.html#nr_12
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Re: Hanfanbau

Beitragvon Dirk » Di 26. Mai 2009, 15:31

Hallo Agropyron,

danke für die Links, den ersten kannte ich noch nicht, aber mit dem Hanfverband habe ich mich schon auseinandergesetzt.

Mich interessiert vor allem, warum nicht mehr Hanf angebaut wird, denn ich kann mir nicht Vorstellen, das er wirtschaftlich unattraktiver ist als andere Pflanzen. Ist der Absatzmarkt noch nicht entwickelt, oder liegt es in Problemen der Verarbeitung?

Das so gut wie keine Pestizide und Chemie auf den Feldern gesprüht werden müssen und der Hanf den Boden in 1a Qualität hinterlässt sollte doch nach meinem Verständnis die Landwirte aufhorchen lassen?

Unter Faserhanf werden auf folgender Seite einige Vorteile des Anbaus aufgezeigt: http://www.hanf-faser-fabrik.de/
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Re: Hanfanbau

Beitragvon Dirk » Mi 27. Mai 2009, 10:17

Das Thema ist bis zum jetzigen Zeitpunkt 52 mal angeschaut worden, also besteht wohl ein gewisses Interesse. Gibt es auch jemanden der mir antwortet?
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Re: Hanfanbau

Beitragvon Cordula » Mi 27. Mai 2009, 22:53

Hallo Dirk!
Ich denke, da gibt es rechtliche Schwierigkeiten wg. Nutzung als Rauschgift. Und selbst wenn es Sorten gibt, die sich zur Herstellung von Rauschgift gar nicht eignen, werden sich die meisten Landwirte doch um Ihren guten Ruf sorgen: "Wie sieht denn das aus!"
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Re: Hanfanbau

Beitragvon Dirk » Mi 27. Mai 2009, 23:29

Rechtliche Schwierigkeiten treten nicht auf, weil die zugelassenen Hanfsorten auf so wenig THC runtergezüchtet wurden, dass man nen ganzes Feld rauchen könnte ohne eine nennenswerte Rauscherfahrung zu sammeln. Die von der EU zugelassenen und Beihilfefähigen Hanfsorten kann man unter folgender Adresse einsehen: http://www.ble.de/cln_090/nn_416602/DE/ ... liste.html

Von daher sehe ich keinerlei rechtliche Probleme die zu einer Verwechslung von Nutz- und Rauschhanf führen könnten. Allgemeine Infos zu rechtlichen Bestimmungen gibt es hier: http://www.ble.de/cln_090/nn_470548/DE/ ... __nnn=true

Und der Ruf der Landwirte, nun ja...eine wirklich nützliche Pflanze aus Eitelkeit und verdrehter Informationspolitik links liegen zu lassen halte ich für arg fragwürdig.Um sich mehr über die Geschichte des Hanfs und seine Wirren von Lobby-Interessen bis zu einer verfehlten Drogenpolitik und damit einer völlig verqueren Meinung in der Öffentlichkeit zu informieren kann ich sehr das folgende Buch empfehlen: http://www.amazon.de/Wiederentdeckung-N ... 345311566X
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Re: Hanfanbau

Beitragvon Nuzzle » Do 28. Mai 2009, 08:40

Eine genügsame Pflanze in Kultur zu nehmen ist nicht alles. Die optimale Faserqualität hängt mehr als bei anderen Kulturen von der Witterung ab. Zudem erfordert der Anbau aufwendige und kostenintensive Arbeitsprozesse.
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Re: Hanfanbau

Beitragvon Dirk » Do 28. Mai 2009, 10:41

Moin Nuzzle,

meinst du die Witterung während der Wachstumsphase, oder während der Röstung des Hanfstrohs auf dem Feld?

Welche Arbeitsprozesse sind beim Anbau aufwendig und kostenintensiv? Also das ist eine ersnt gemeinte Frage, mich interessiert dabei, was genau gegen die Pflanze spricht.

Danke für Antworten.
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Re: Hanfanbau

Beitragvon Malte » Do 28. Mai 2009, 23:38

zu später Stund noch etwas Lektüre: http://www.smul.sachsen.de/lfl/publikat ... /527_1.pdf

Wenn man das so durchblättert, spricht eigentlich nichts mehr gegen den Hanfanbau ;)
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Re: Hanfanbau

Beitragvon ZingZong707 » Mo 25. Nov 2013, 12:13

Thema ist bis zum jetzigen Zeitpunkt 52 mal angeschaut worden, also besteht wohl ein gewisses Interesse. Gibt es auch jemanden der mir antwortet?
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