Umsetzung einer privaten Finanzplanung mit Excel

Umsetzung einer privaten Finanzplanung mit Excel

Beitragvon Bob » Do 15. Okt 2009, 15:28

Hallo Forum,

ich würde gern meine privaten Finanzen besser überschauen und mit Hilfe von Excel einen Überblick und ein gutes Kontrollwerkzeug erarbeiten. Ich denke mit Excel komme ich klar, doch habe ich keine Ahnung von Buchhaltung und habe auch wenig Lust mir langweilige Lektüren zu diesem Thema rein zu ziehen. Vielleicht kann mir jemand von euch helfen und mir in ein paar Sätzen den grundsätzlichen Aufbau erläutern, den die Exceldatei haben sollte. Meine Ziele sind erstmal einen Iststand zu bekommen. Ich möchte meine Einnahmen und Ausgaben rückwirkend überschauen und aus diesen Informationen, zukünftige Schritte besser planen. Mein derzeitiges Vorgehen beschränkt sich lediglich auf das kontrollieren der aktuellen Kontoauszüge und das Abhäften der Selbigen.
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Re: Umsetzung einer privaten Finanzplanung mit Excel

Beitragvon Rosen » So 18. Okt 2009, 17:42

Hallo Bob,

ich kann schon verstehen, dass du dich scheust dir auf Grundlage eines Fachbuches zur Buchhaltung einen privaten Finanzplan zu erstellen, doch bin ich mir sicher, wenn ich dir das Buch weg nehmen würde und sage würde „mach mal so wie du denkst“, würde schon ein gutes Ergebnis raus kommen, was viele Grundregel die in dem Fachbuch stehen berücksichtigen würde. Was ich damit sagen will ist, ein Finanzplan bzw. ein privates Finanzcontrollingtool zu erstellen ist viel einfacher als man denken würde, und in den Fachbüchern wird nur alles verklausuliert und mit Vokabeln umher geworfen die dann keiner mehr versteht

Deine Finanzen kannst du in zwei Gruppen einteilen. Die erste Gruppe steht für das Geld was du bekommst (Einnahmen), die zweite für das Geld was du ausgibst (Ausgaben). Es wäre Sinnvoll eine Tabellenblatt genauso einzuteilen. Wenn du etwas detaillierter vorgehen willst, kann du die beiden Gruppen noch in Untergruppen aufteilen. Besonders bei den Ausgaben wäre das hilfreich. Zum Beispiel hast du ja feste Ausgaben wie Miete und Versicherung und flexible Ausgaben für Nahrungsmittel usw., die zwar auch fest sind aber vom Betrag unterschiedlich sein können und natürlich Ausgaben für Luxusgüter. Ich würde die Spalten einer Tabelle für die Zeitachse (Monate) und die Zeilen für die Finanzgruppen nehmen. Für die einzelnen Untergruppen können Summen berechnet werden und die Summe der Summen der Untergruppen ergibt deine Gesamtein- bzw. ausgaben. Und wenn du die Gesamtausgaben von deinen Gesamteinnahmen abziehst sollten bei einem Sparplan immer positive Ergebnisse raus kommen. Wenn du deine Barausgaben ebenfalls genauer betrachten willst, wird es etwas schwieriger. Stell dir vor, für deine wöchentlichen Barbezahlungen (z.B. Essen gehen in der Mittagspause) hebst du dir 30 Euro von deinem Konto am Geldautomaten ab. Diese 30 Euro müssen als Auszahlung in deinen Ausgabenbereich stehen. Gleichzeitig musst du sie in deinem Einnahmenbereich als Bareinnahmen buchen, da dir das Geld ja noch zur Verfügung steht. Es kann also auch passieren, dass Geld zwischen den Gruppen (Fachbegriff: Konten) umhergebucht wird.

Die einzelnen Summen der Gruppen und Untergruppen kannst du dir in Diagrammen darstellen lassen. Nach ein paar Monaten kannst du dir Mittelwerte aus deinen Untergruppen und Gruppen berechnen. Mit diesen Werten kannst du Zukunftsbetrachtungen anstellen und damit sozusagen deine zukünftigen Ersparnisse simulieren. Dazu könntest du dein Finanzplantabellenblatt kopieren und für die noch folgenden Monate und Jahre die Mittelwerte eintragen. Dies kannst du in Excel automatisieren, das heißt, wenn sich der Mittelwert ändert, wird in der Simulation mit den neuen Werten weitergerechnet. Das soll erstmal ein grober Umriss eines Finanzplans sein. Für Detailfragen auch zu Excel kannst du ja in Foren (zum Beispiel HIER) nachfragen.
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Re: Umsetzung einer privaten Finanzplanung mit Excel

Beitragvon Rosen » So 18. Okt 2009, 17:48

Hallo Bob,

ich kann schon verstehen, dass du dich scheust dir auf Grundlage eines Fachbuches zur Buchhaltung einen privaten Finanzplan zu erstellen, doch bin ich mir sicher, wenn ich dir das Buch weg nehmen würde und sage würde „mach mal so wie du denkst“, würde schon ein gutes Ergebnis raus kommen, was viele Grundregel die in dem Fachbuch stehen berücksichtigen würde. Was ich damit sagen will ist, ein Finanzplan bzw. ein privates Finanzcontrollingtool zu erstellen ist viel einfacher als man denken würde, und in den Fachbüchern wird nur alles verklausuliert und mit Vokabeln umher geworfen die dann keiner mehr versteht

Deine Finanzen kannst du in zwei Gruppen einteilen. Die erste Gruppe steht für das Geld was du bekommst (Einnahmen), die zweite für das Geld was du ausgibst (Ausgaben). Es wäre Sinnvoll eine Tabellenblatt genauso einzuteilen. Wenn du etwas detaillierter vorgehen willst, kann du die beiden Gruppen noch in Untergruppen aufteilen. Besonders bei den Ausgaben wäre das hilfreich. Zum Beispiel hast du ja feste Ausgaben wie Miete und Versicherung und flexible Ausgaben für Nahrungsmittel usw., die zwar auch fest sind aber vom Betrag unterschiedlich sein können und natürlich Ausgaben für Luxusgüter. Ich würde die Spalten einer Tabelle für die Zeitachse (Monate) und die Zeilen für die Finanzgruppen nehmen. Für die einzelnen Untergruppen können Summen berechnet werden und die Summe der Summen der Untergruppen ergibt deine Gesamtein- bzw. ausgaben. Und wenn du die Gesamtausgaben von deinen Gesamteinnahmen abziehst sollten bei einem Sparplan immer positive Ergebnisse raus kommen. Wenn du deine Barausgaben ebenfalls genauer betrachten willst, wird es etwas schwieriger. Stell dir vor, für deine wöchentlichen Barbezahlungen (z.B. Essen gehen in der Mittagspause) hebst du dir 30 Euro von deinem Konto am Geldautomaten ab. Diese 30 Euro müssen als Auszahlung in deinen Ausgabenbereich stehen. Gleichzeitig musst du sie in deinem Einnahmenbereich als Bareinnahmen buchen, da dir das Geld ja noch zur Verfügung steht. Es kann also auch passieren, dass Geld zwischen den Gruppen (Fachbegriff: Konten) umhergebucht wird.

Die einzelnen Summen der Gruppen und Untergruppen kannst du dir in Diagrammen darstellen lassen. Nach ein paar Monaten kannst du dir Mittelwerte aus deinen Untergruppen und Gruppen berechnen. Mit diesen Werten kannst du Zukunftsbetrachtungen anstellen und damit sozusagen deine zukünftigen Ersparnisse simulieren. Dazu könntest du dein Finanzplantabellenblatt kopieren und für die noch folgenden Monate und Jahre die Mittelwerte eintragen. Dies kannst du in Excel automatisieren, das heißt, wenn sich der Mittelwert ändert, wird in der Simulation mit den neuen Werten weitergerechnet. Das soll erstmal ein grober Umriss eines Finanzplans sein. Für Detailfragen auch zu Excel kannst du ja in Foren (zum Beispiel HIER) nachfragen.
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Re: Umsetzung einer privaten Finanzplanung mit Excel

Beitragvon Bob » Fr 23. Okt 2009, 12:27

Hallo Rosen,

also erstmal vielen Dank für deine Hilfe. Ich glaube ich muss deine Beschreibung noch ein paar Mal lesen bevor ich sie wirklich verstehe. Ich habe aber verstanden, in welche Richtung es gehen soll. Aus dem Stand hätte ich eher eine Tabelle gemacht, mit positiven Einnahmen und negativen Ausgaben aber deine Lösung scheint mir wesentlich flexibler und professioneller! Viel Dank.

Bob
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