GV-Anbaufläche gestiegen

GV-Anbaufläche gestiegen

Beitragvon Moritz » Fr 22. Mai 2009, 10:24

Nach Angaben der ISAAA stieg die weltweite Anbaufläche für gentechnisch veränderte Pflanzen im vergangenen Jahr auf 125 Mio. Hektar. Am häufigsten angebaut wurden Soja, Mais und Baumwolle.
Deutschland lag mit weniger als 100.000 Hektar auf Platz 22.

Derweil ist der Gentechnik-Konflikt in der Bundesregierung noch nicht vom Tisch. Forschung und Industrie warnen vor Abwanderung, Umwelt- und Verbraucherschützer vor Risiken. Schadet eine pauschale Ablehnung der grünen Gentechnik wirklich dem Forschungsstandort Deutschland?
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Re: GV-Anbaufläche gestiegen

Beitragvon Mops » Mo 25. Mai 2009, 14:46

Ich glaube nicht. Wenn man bedenkt, dass viele Forschungsprojekte bzgl. der grünen Gentechnik über Drittmittel, d.h. durch die Industrie gesponsert werden, fragt man sich eh, wie sachlich die Diskussion verläuft. Wo liegt hier in Deutschland wirklich der Nutzen. Dürregeplagte Länder können sich eh die dürreresistenten genveränderten Pflanzen nicht leisten.
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Re: GV-Anbaufläche gestiegen

Beitragvon Cordula » Mi 27. Mai 2009, 22:47

Was ist mit den Pflanzen,die resistent gegen Schädlinge sind und deshalb weniger gespritzt werden müssen? lohnt sich das vielleicht nicht?
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Re: GV-Anbaufläche gestiegen

Beitragvon Nuzzle » Do 28. Mai 2009, 08:51

Probleme der GV-Pflanzen können die mögliche Persistenz und Auskreuzung bereiten. Und da ist es wirklich fraglich, ob das den kleinen monetäre Vorteil überwieen würde. Stell dir vor du kultivierst herbizidresistenten Mais, erfreust dich, dass du im 1. Jahr die größtmögliche Felexibilität bzgl. der Unkrautbekämpfung hast und damit einen hohen Ertrag erzielst. Jetzt überwintern aber einzelne Maispflanzen durch Ausfallkörner. D.h. in der Folgefrucht werden Kulturpflanzen (hier der Mais) zu umbekämpfbaren Pflanzen. Die Kulturpflanze mutiert quasi zum Monster-Unkraut. Und nu?
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Re: GV-Anbaufläche gestiegen

Beitragvon Cowboy » Di 13. Okt 2009, 21:52

Leider sind die dürreresistenten Pflanzen nur Wunschvorstellungen. Auf konventionellem Weg ist ein Zuchtfortschritt viel schneller möglich, weil viele Gene an der Dürreresistenz beteiligt sind.
Ungewollt herbizidresistente Pflanzen haben wir auch schon genug.
Die Konzerne behaupten munter drauf los das Blaue vom Himmel runter, sind aber nicht zu unabhängigen Vergleichsanbau bereit; alle Ergebnisse werden erst nach ihrer Kontrolle veröffentlicht, oder auch nicht.
Wer als Knecht auf seinen Feldern arbeiten will, der soll diesen Weg gehen.
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Re: GV-Anbaufläche gestiegen

Beitragvon gilroy » Mo 1. Jul 2013, 12:42

Das ist eine gute Frage, auf die ich gerne auch eine Antwort haben wollen würde. Das gesamte Gebiet ist meiner Meinung nach noch zu unerforscht, als dass man etwas genaueres sagen könnte
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