Klimawandel - na und?

Klimawandel - na und?

Beitragvon Polygonum » So 17. Mai 2009, 13:07

Neben zahlreichen Horroszenarien, die immer wieder von Medien mit den Klimawandel in Zusammenhang gebracht werden, hat die Klimaerwärmung doch auch einiges Positives zu bieten. Darüber spricht man aber nur sehr wenig. Bekanntlich birgt jede Veränderung auch neue Chancen. Zumindest die Landwirtschaft in Deutschland könnte doch von ein paar Grad mehr profitieren. Neue Schädlinge und Krankheiten würden das Geschäft der Pflanzenschutzindustrie wieder in Fahrt bringen, Bordeauxsorten reifen nicht nur in der Pfalz besser aus und schließlich wäre auch der Anbau von Soja- und Hirse in unseren Breiten möglich. Wenn man bedenkt, dass durch die Verlängerung der Vegetationsperioden auch noch zwei Ernten pro Jahr möglich sind, dann versteht man erst, warum aus Sicht eines Landwirtes ein Klimawandel jedenfalls begrüßenswert ist.
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Re: Klimawandel - na und?

Beitragvon Helios » So 17. Mai 2009, 15:49

Hi Polygonum,

und wie ist es um die Trockenkammer Brandenburgs bestellt? Rund 570 mm Regen pro qm und Jahr reichen ja schon heute kaum noch aus, um die Erträge zu sichern. Wenn wie von Klimaforschern prognostiziert der Niederschlag bis ins Jahre 2050 weiter sinkt, nämlich auf ca. 450 mm pro qm, geht hier ohne zusätzliche kostenintensive Beregnung nicht' s mehr.
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Re: Klimawandel - na und?

Beitragvon Bernd » So 17. Mai 2009, 23:28

Hallo Polygonum!

Ich erinnere mich noch an eine Diskussion zwischen Professor Kahnt und Franz Alt ("Schilfgras statt Atom") in Hohenheim. Da hat Herr Kahnt auch gesagt: Was wollen Sie, wenn der CO2-Gehalt der Atmosphäre steigt, wachsen auch die Pflanzen besser - und binden wieder mehr CO2. Hat anscheinend nicht so ganz funktioniert.
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Re: Klimawandel - na und?

Beitragvon Marry » So 17. Mai 2009, 23:36

Ich glaube auch, dass man das in Deutschland und Mitteleuropa alles einigermaßen in den Griff kriegt. Aber was wird aus dem Rest der Welt! Die "Extremadura" in Spanien z.B. wird sich in kurzer Zeit in eine Wüste verwandeln! Und überhaupt - das mit dem Bordeaux ist vielleicht reizvoll, aber magst du auch Hirsebrei?
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Re: Klimawandel - na und?

Beitragvon Schnepfe » Mo 18. Mai 2009, 10:52

Neue Probleme schaffen auch Arbeitsplätze oder sorgen dafür, dass manche erhalten bleiben. :lol:
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Re: Klimawandel - na und?

Beitragvon Bernd » Mo 18. Mai 2009, 11:43

Hallo Schnepfe, was meinst Du denn damit?
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Re: Klimawandel - na und?

Beitragvon Schnepfe » Mo 18. Mai 2009, 12:53

Na ganz einfach - stell dir vor die Milchpreise wären nicht im Keller, sondern im Himmel: wir bräuchten neue Bedenkenträger, Lobbyisten etc. etc., es sei denn, die Interessensvertreter ändern ihre Einstellung - so etwas gibt es ja auch. Beim Klimawandel ist es nicht viel anders. Nur Veränderungen halten den MEnschen auf Trapp, machen ihn erfinderisch. Es entstehen neue Berufszweige, Forschungsbereiche usw. Oder sehe ich hier etwas falsch?
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Re: Klimawandel - na und?

Beitragvon Cioban » Mo 18. Mai 2009, 13:20

ach so... wir benehmen uns was den Umweltschutz betrifft völlig daneben und tun dann auch noch etwas für die Konjunktur!!!!! auch eine Sichtweise :roll:
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Re: Klimawandel - na und?

Beitragvon Schnepfe » Mo 18. Mai 2009, 13:24

Hi Cioban,

der Mensch brauch einfach Probleme, um sie dann zu lösen. Biologisch gesehen, spricht man dann auch von Evolution... :lol:
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Re: Klimawandel - na und?

Beitragvon Glucke » Mo 18. Mai 2009, 20:34

Ihr verhamlost ja regelrecht den Klimawandel. Wenn man bedenkt, dass durch die Erwärmung auch Krankheitserreger wie Tigermücken nach Deutschland einwandern können, die gefährliche Viruserkrankungen wie Denguefieber, Chikungunya-Fieber oder West-Nil-Fieber übertragen, dann sieht die Welt schon anders aus. Nicht-heimische Sandmücken, Überträger der Leishmaniose, haben schließlich bereits im Rheintal Einzug erhalten.
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