Waldaktie

Waldaktie

Beitragvon Sabine » Di 12. Mai 2009, 14:37

Das Land Mecklenburg-Vorpommern gibt "Waldaktien" heraus. Mit den Einnahmen dieser Aktien wird die Aufforstung von "Klimawäldern" finanziert, um auf diese Weise CO2 zu binden. So soll ein Ausgleich für freigesetztes CO2 geschaffen werden. Ein Urlaub oder eine Veranstaltung kann so klimaneutral stattfinden.

Das klingt zunächst mal, finde ich, ganz toll. Und Aufforsten ist in Bezug auf die Umwelt sicher immer günstig. Doch frage ich mich, ob dadurch nicht klimaschädliches Verhalten geradezu gefördert wird nach dem Motto "Macht doch nichts, kann ich ja wieder kompensieren"? Außerdem ist irgendwann ganz M-V aufgeforstet - was dann?

Und noch ein genereller Aspekt: Durch den Verkehr etc. freigesetzt wird im Allgemeinen CO2 aus fossilen Energieträgen, wäre also von Natur aus langfristig gebunden. Das CO2 im Holz jedoch wird nach wenigen Jahrzehnten wieder freigesetzt. Ist das wirklich eine Kompensation?
Sabine
 
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