Hausbau, Holzfertigteilhaus oder Massivhaus oder doch Passiv

Hausbau, Holzfertigteilhaus oder Massivhaus oder doch Passiv

Beitragvon coriolis » Di 24. Nov 2009, 17:38

Ich plane zurzeit meinen Hausbau und bin mit den prinzipiellen Möglichkeiten überfordert. Es gibt ja viele Techniken ein Haus zu bauen und so viele Dinge auf die man achten muss. Könnt ihr mal eure Erfahrungen mit den verschiedenen Bauweisen erläutern? Es würde mir für meine Entscheidung gute Impulse geben.
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Re: Hausbau, Holzfertigteilhaus oder Massivhaus oder doch Passiv

Beitragvon dorenbur » Mi 25. Nov 2009, 17:34

Zu aller erst ist der Bau des eigenen Hauses mit Sicherheit eine Preisfrage. Ein Holzfertigteilhaus gehört zu den günstigeren Hausertypen, die Massivbauweise fängt erst einige TEUR später an und Passivhäuser sind eine Klasse für sich. Bei Passivhäusern würde sich zusätzlich für dich die Frage stellen, bist du bereit viele TEUR im Vorfeld zu bezahlen um sie in der Zukunft einzusparen. Ein Passivhaus muss folgende Kriterien erfüllen um sich Passivhaus nennen zu können. Passivhaus Energiestandards: jährlicher Heizenergiebedarf < 15 kWh/(m²a), Heizlast < 10 W/m², Luftdichtigkeit n50 < 0,60/h, Primärenergiebedarf < 120 kWh/(m²a) (inkl. aller elektrischen Verbraucher). Sechs wichtige Prinzipen: verstärkte Wärmedämmung, wärmebrückenfreie Konstruktion, herausragende Luftdichtigkeit, Be-und Entlüftungsanlage (mit Wärmewiedergewinnung), optimales, aber passives Auffangen der Solarenergie und der Bodenkalorien und Einschränkung des Energieverbrauchs von Haushaltsgeräten.
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Re: Hausbau, Holzfertigteilhaus oder Massivhaus oder doch Passiv

Beitragvon coriolis » Di 1. Dez 2009, 09:24

Ich stelle mir die Frage derzeit andersrum. Wieviel muss ich für ein vernünftiges Haus ausgeben. Meine finanzielle Grenze läge bei ca. 350.000 Euro. Als nutzbare Wohnfläche sollten mehr als 120m² angedacht sein. Ansonsten bin ich für alle Ideen offen. Obwohl mich ein Passivhaus schon sehr interessieren würde.
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Re: Hausbau, Holzfertigteilhaus oder Massivhaus oder doch Passiv

Beitragvon dorenbur » Di 1. Dez 2009, 09:37

Das Passivhaus ist ein im Jahr 1998 von Forschern in Darmstadt definiertes Konzept. Das Prinzip dieser gut gedämmten Gebäude mit sehr niedrigem Energieverbrauch beruht darauf, dass die beste Energie die ist, die nicht verbraucht wird. Ein Passivhaus verbraucht 90% weniger Energie als ein durchschnittliches Gebäude und 75% weniger als eine Wohnung mit aktuellen Wärmestandards. Neuere Passivhäuser sind fast autonom. Der gesamte Stromverbrauch beläuft sich jährlich auf 60 kWh pro m², diese werden sogar noch reduziert, wenn da die Hälfte davon durch die Erzeugung der Solarmodule realisiert wird. Vom Preis her musst du mit ca. 2TEUR/m² rechnen. Doch das würde ja in deinem finanziellen Rahmen passen. In Deutschland wurden bis jetzt schon über 12.000 Passivhäuser gebaut, in Östereich sind es nur 5000, Frankreich hat gerade mal einige hundert Passivhäuser. Bis zum Jahr 2012 sollen in Deutschland und Österreich 38.000 bzw. 27,000 Passivhäuser stehen. Die Mehrkosten werden auf 20 - 25% für ein Einfamilienhaus und auf etwa 10 % für eine Wohneinheit geschätzt. Dank der Energieeinsparungen rentiert sich diese Investition innerhalb von 15 bis 20 Jahren für ein Einfamilienhaus und innerhalb von 10 Jahren für ein Wohngebäude.
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Re: Hausbau, Holzfertigteilhaus oder Massivhaus oder doch Pa

Beitragvon Wächter » Mo 4. Mär 2013, 18:03

Was bedeutet denn dieses "TEUR"? Sind das irgendwelche Investitionseinheiten pro Periode bzw. Wohnflächeeinheit Angaben? Weil es ja heißt, dass es anfangs mehr TEUR sind als später etc.
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Re: Hausbau, Holzfertigteilhaus oder Massivhaus oder doch Pa

Beitragvon batimondial » Mi 6. Mär 2013, 23:14

Da gibt es noch eine andere Alternative, finanziell nicht günstiger als ein "normales" Haus,
aber eine sehr ökologische Art zu bauen und sogar Mithilfe und dadurch finanzielle Einsparungen
sind möglich.
Es sind Häuser aus Strohballen, es gibt sie schon seit über 100 Jahren.
Erfunden in Nebraska, weil es dort damals wenig Geld und wenig Baustoffe gab, aber schon die
ersten von Pferden gezogenen Strohballenpressen. Das älteste in Europa bekannste Haus ist
über 80 Jahre, bewohnt und steht bei Orlean in Frankreich.
Also bei Interesse mich schreiben.
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Re: Hausbau, Holzfertigteilhaus oder Massivhaus oder doch Pa

Beitragvon TischlerRut » Mo 19. Aug 2013, 15:59

Mein Bruder hat erst im letzten Frühjahr ein Fertighaus in Holstein gebaut. Anfangs war ich eher skeptisch doch nun bin ich mehr als überzeugt worden. Im Gegensatz zu vor ein paar Jahren ist die Qualität deutlich besser geworden. Hätte ich noch mal die Wahl, dann würde ich mich auch dafür entscheiden.
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Re: Hausbau, Holzfertigteilhaus oder Massivhaus oder doch Pa

Beitragvon SolarSara » Fr 17. Okt 2014, 11:33

hey,
ich würde dir empfehlen mal auf der Seite vorbeizuschauen haus-xxl.de, wenn du informationen zum Hausbau brauchst. Ein Besuch in einem Musterhauspark würde sich auch lohnen vieleicht gibt es einen in deiner Nähe?

beste Grüsse,
Sara
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Re: Hausbau, Holzfertigteilhaus oder Massivhaus oder doch Pa

Beitragvon Walle » Mo 11. Mai 2015, 15:02

Hej, wir wollen auch ein neues Haus auf dem Grundstück meiner Eltern bauen, da ich inzwischen bald meine eigene kleine Familie habe und wir doch gern unser eigenes kleines Reich hätten. Vermutlich wird es ein Massivhaus werden, aber ich werde mir eure Tipps nochmal genau durchlesen. Habt ihr nach dem Hausbau denn eine Versicherung abgeschlossen? Wäre ja doof wenn unser ganzes Vermögen sonst von nem Blitzschlag weggefegt wird. Und die ersten vier Jahre klingt die Wohngebäudeversicherung bei der Cosmosdirekt eigentlich recht günstig. Habe nur nicht ganz durchblickt, was es danach kostet? Hat jemand damit Erfahrung?
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