Gebührenzähler in der Unibibliothek

Gebührenzähler in der Unibibliothek

Beitragvon Heinrich01 » Sa 16. Mai 2009, 23:27

Laut FAZ arbeitet die Verlagsgemeinschaft UTB an elektronischen Büchern, die in öffentlichen Bibliotheken sozusagen mitzählen, wie oft sie benutzt werden. Entsprechende Gebühren soll dann die Bibliothek an den Verlag zahlen.
Das Frankfurter Landgericht hat jetzt im Streit zwischen dem Ulmerverlag und der Unibibliothek Darmstadt entschieden, dass die Bibliothek zwar elektronische Fassungen der Bücher bereitstellen darf, aber verhindern muss, dass sie von den Nutzern heruntergeladen - also raubkopiert - werden.
http://www.faz.net/s/RubC3FFBF288EDC421 ... ntent.html
Eine Gute Lösung?
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Re: Gebührenzähler in der Unibibliothek

Beitragvon Mic » Mo 1. Jun 2009, 15:49

Am 27, Mai war zu diesem Thema in der FAZ nochmal ein ausführliches Interview mit Frau Zypries. Da sagt sie u.a. die Ergebnisse öffentlich finanzierter Forschung müssten der Öffentlichkeit besser zugänglich gemacht werden. Aber es ist doch schon lange Vorschrift, dass jede Doktorarbeit gedruckt und in der Bibliothek abgegeben werden muss! Jeder Wissenschaftler hat doch selbst ein Interesse daran, dass seine Publikationsliste möglichst lange wird.
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Re: Gebührenzähler in der Unibibliothek

Beitragvon Cordula » Di 2. Jun 2009, 09:26

Das mit dem Veröffentlichen von Doktorarbeiten ist doch eher ein Witz. Wenn da ein paar Exemplare, die noch nicht einmal eine ISBN-Nummer haben, in irgendeiner Bibliothek rumstehen, ist das doch nicht wirklich "öffentlich". Warum macht man nicht zur Vorschrift, dass aus jeder Doktorarbeit mindestens eine Veröffentlichnug in einer wissenschaftlichen Zeitschrift werden muss? Das würde auch eine gewisse Qualität garantieren!
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Re: Gebührenzähler in der Unibibliothek

Beitragvon Heinrich01 » Di 2. Jun 2009, 17:53

Eine Veröffentlichung in wissenschaftlichen Zeitschrift ist wohl wünschenswert, kann aber keine Bedingung für eine Promotion sein: Es dauert meistens viel zu lange, bis ein Artikel angenommen ist! Außerdem ist das ja dann kein "open access", von dem Frau Zypries gesprochen hat. So eine Zeitschrift - auch in elektronischer Form - kostet schließlich einen Haufen Geld - wenn man nicht gerade ein Uni-Bibliothek in der Nähe hat.
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