Forscher errechnen Ende von Moores Law

Forscher errechnen Ende von Moores Law

Beitragvon Quasimodo » Mi 4. Nov 2009, 17:56

Laut einem Bericht auf der Internetseite "Chip-Online" haben Wissenschaftler der Universität Boston haben nach eigenen Angaben einen absoluten Endwert für das Mooresche Gesetz gefunden. Ihrer Ansicht nach ist die Obergrenze für die maximale Geschwindigkeit von Berechnungen in etwa 75 bis 80 Jahren erreicht.

Das Moorsche Gesetz besagt, dass sich die Komplexität integrierter Schaltkreise mit minimalen Komponentenkosten etwa alle zwei Jahre verdoppelt. Die Forscher wollen nun eine Obergrenze für diesen Effekt errechnet haben.

Aufgrund technischer Gegebenheiten, wie fortgeschrittener Miniaturisierung und den damit verbundenen Effekten, würden in etwa 75 bis 80 Jahren die Prozessoren an eine Grenze stoßen, die technisch nicht zu umgehen sei - ähnlich der Lichtgeschwindigkeit im Universum.

Derzeit wird diese These in der Wissenschaftswelt diskutiert. Im Laufe der letzten Jahre hatten mehrere Forscher das Ende des Moorschen Gesetzes vorhergesagt. Bis jetzt allerdings gilt der Regelsatz noch immer.

Der Umstieg von Einzelprozessoren zu Mehrkernsystemen zeigt schon eine Änderung der Strategie. Gründe wird es dafür viele geben. Einer wird aber der extrem hohe technische Aufwand sein, der bei der Realisierung der kleinen Strukturen aufgewendet werden muss. Zur Belichtung muss extrem kurzwelliges UV-Licht benutzt werden, dieses Licht muss mit Optiken beeinflusst werden und in den Masken die zur Belichtung benutzt werden ist die Beugung schon mit einberechnet. Das zeigt, dass die Entwickler erfinderisch sind und schon so manchen Pessimisten der schon früher das Ende des Moorschen Gesetzes voraus gesehen hat (z.B. Beugungsgrenze). Leider wurde in diesem kurzen Artikel auf der Chip-Homepage keine Details genannt.
Quasimodo
 
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